Impfbestimmungen
bei Chinareise
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Empfohlene
Impfungen Bei Einreise direkt aus Europa: Keine Impfvorschriften.
Gelbfieberimpfung zwingend vorgeschrieben für Reisende,
die sich innerhalb der letzten 6 Tage (vor ihrer Ankunft in
der Volksrepublik China) in Infektionsgebieten aufgehalten
oder diese transitiert haben. Reisende, die China nur transitieren
und den Flughafen nicht verlassen, müssen ebenfalls einen
gültigen Gelbfieberimpfnachweis vorlegen.
Befreit von dieser Regelung sind Reisende, die, aus infektionsfreien
Gebieten kommend, ein Infektionsgebiet nur transitieren und
dort den Flughafen nicht verlassen.
Bei Kindern sollte ein altersentsprechender Impfschutz vorliegen,
bevor zusätzlich empfohlene Impfungen durchgeführt werden.
Grundsätzlich sollte auch bei Erwachsenen der Impfschutz
gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggfs.
aufgefrischt werden. Spätestens 6 Wochen vor Abreise mit
dem Arzt den persönlichen Impfplan besprechen!
Hepatitis
A
Auch wenige Tage vor Abreise kann mit aktiven Impfstoffen
als Einmaldosis ein ausreichender Schutz aufgebaut werden.
Nach 6-12 Monaten sollte die Impfung wiederholt werden, um
einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen. Spätestens
10 Tage vor Abreise sollte mit Injektionsimpfung (1 Dosis)
oder Schluckimpfung (3 Kapseln) begonnen werden.
Malaria
Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht in ländlichen Gebieten
Chinas südlich 25 Grad nöddliche Breite. Erhöhtes Risiko
in Guangxi, Guizhou, Yunnan, Insel Hainan. Ein mäßiges
Malariarisiko besteht Mai bis Dezember in l?ndlichen Gebieten
nördlich 25 Grad nöddl. Breite. Städte (z.B. Peking/Beijing,
Schanghai/Shanghai, Kanton/Guangzhou; Nanking/Nanjing) sind
malaria-frei. Das tibetische Hochland und praktisch die gesamte
westliche Hälfte Chinas einschließlich der nördlichen
Gebiete des Landes sind malariafrei. Malaria wird durch den
Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung
und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
Der Schutz vor Moskitostichen ist die wichtigste vorbeugemaßnahme
gegen Malaria !!
In
den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle Kleidung
und lange Hosen tragen.
Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel
einreiben.
In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen
halten. Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können,
unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf
zu achten, daß es allseits unter die Matratze geschlagen
wird.
Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.
Bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten südlich 25 Grad
nördlicher Breite sollte zusätzlich eine medikamentäse
Malariaprophylaxe Malaria 1 durchgeführt werden. In Yünnan
und Insel Hainan Malaria 3.
Malaria 1 - Medikamentäse Malariaprophylaxe
Chloroquin (z.B. Resochin R, Weimerquin R)
Chloroquin: Einnahmebeginn eine Woche vor Einreise bis 4 Wochen
nach Verlassen des Malariagebietes.
Malaria
3 Medikamentäse Malariaprophylaxe
Kombination von Chloroquin (z.B. Resochin R, Weimerquin R)
und Proguanil (Paludrine R).
Chloroquin:
Einnahmebeginn eine Woche vor Einreise bis 4 Wochen nach Verlassen
des Malariagebietes.
Paludrine:
Einnahmebeginn eine Woche vor Einreise bis 4 Wochen nach Verlassen
des Malariagebietes. Sofern keine Anwendungsbeschr?nkungen
vorliegen, kann stattdessen Mefloquin (Lariam R) eingenommen
werden.
Mefloquin: Einnahmebeginn eine Woche vor Einreise bis 4 Wochen
nach Verlassen des Malariagebietes. Einnahme für längere
Zeiträume nur nach ärztlichem Rat. Gelegentlich kann es
trotz Malariaprophylaxe zu einer Malaria-Erkrankung kommen.
Die Mitnahme eines Medikaments zur Behandlung von Malaria
ist sinnvoll. Vor Abreise Arzt befragen! Bei Aufenthalten
in Gebieten nördlich 25 Grad nördlicher Breite kann bei
strikter Einhaltung der Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen
auf eine medikamentäse Prophylaxe verzichtet werden.
Wichtige
Hinweise:
Ausländer, die sich länger als 1 Jahr in der Volksrepublik
China aufhalten möchten, müssen HIV-negativ sein. Mitgebrachte
Zertifikate werden anerkannt, sofern der Test nicht länger
als 6 Monate zurückliegt und von einer diplomatischen Vertretung
der Volksrepublik China beglaubigt wurde. Ausgenommen von
dieser Regelung sind Halter diplomatischer Pässe. Kurzfristige
änderungen der Bestimmungen sind möglich. Rechtzeitig
mit Konsulat/Botschaft in Verbindung setzen.
Beim Baden im Meer oder in Schwimmbecken mit gechlortem Wasser
besteht im Prinzip kein Infektionsrisiko.
Auf das Baden in Binnengewessern sollte man verzichten.
Bei Durchfallerkrankungen ist immer auf eine ausreichende
Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr zu achten. Abgepackte
Glukose-Elektrolyt-Mischungen sind im Handel erh?ltlich und
gehören in jede Reiseapotheke.
Jeglichen Kontakt zu streunenden Hunden, Katzen oder zutraulich
wirkenden Wildtieren vermeiden.
Selbst kleine Wunden müssen sorgfältig desinfiziert und
vor Verschmutzung geschätzt werden.
Insbesondere bei ungeschätzten Sexualkontakten besteht grundsätzlich
die Gefahr, sich schwerwiegende Infektionen, einschließlich
der HIV-Infektion, zuzuziehen.
Die allgemeinen Hinweise zu Nahrungsmitteln und Trinkwasser
sind zu beachten:
Gut
durchgegarte und heiß servierte Speisen, heißer Kaffee
und Tee, kohlensäurehaltige Getränke, Bier und Wein sind
in der Regel hygienisch unbedenklich.
Unzureichend erhitzte Speisen, nicht pasteurisierte Milchprodukte
(z.B. Frischmilch, Speiseeis) sowie Obstarten, die nicht geschält
werden können, sind gesundheitsgefährdend.
Das Trinken von Leitungswasser ist riskant. Keine Eiswürfel
in Getränken.
Faustregel:
Nichts essen, das nicht gekocht oder geschält werden
kann!!
Mehr
Infos beim Centrum
für Reisemedizin
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